Einzelfallhilfen

Diana Litviak, geb. 06. 11. 2000

Diana hat ein mehrfach schwieriges Kinderleben nach einem Rabdomiosarkom – Weichteiltumor im Mundraum

Diana kam im Sommer 2010 zur Kinder-Reha nach Neumünster.

Gleich bei der Zahnstatus-Untersuchung war klar, mit normaler Zahnbehandlung war ihr nicht zu helfen. Diagnose beim Gesichtschirurgen Prof. Schmelzle in UKE – HH ergab:

Im Nach Tumor-OP, Chemo- und Strahlentherapie geschädigten Mundraum mussten kariöse Zähne entfernt werden – Gefahr: durch Strahlenbehandlung ist mit Strahlennekrose zu rechnen und der Kiefer könnte zerbröseln.

Durch die Strahlentherapie war auch ihr rechtes Auge erblindet, durch Muskel-Veränderung hatte sich das blinde auge zum Schielauge entwickelt und das Augenlid hing über dem blinden Auge.

Schritt 1: mit Spendengeldern aus Neumünster konnten wir Diana am 15. Januar 2011 in der Kieferchirurgie in Kiew von einem Chirurgen mit Zusatzqualifikation als Onkologe operieren lassen. Der Kiefer ist jetzt z.T. zahnlos – aber Karies ist gestoppt

Irgendwann braucht sie Zahnersatz wie Implantate – was sie sich nicht wird leisten können

Schritt 2: Mit der Augenklinik in Rendsburg wurde während der Kinder-Reha im Sommer 2010 wie auch 2011 der OP-Termin im November abgestimmt. Hierbei sollte Diana am blinden Schielauge operiert werden. Am Dienstag, den 08. 11. 2011 hat Dr. Reichelt die Augenmuskeln am rechten – leider blinden - Auge etwas zurück versetzt, sodass es nun nicht mehr schielt.

Die Mobilisierung während der Rehabilitation in Neumünster wirkt bei allen Kindern hilfreich. Bei Diana konnte sich auch die Augenmuskulatur kräftigen. Wenn sie mit dem gesunden Auge eine Bewegung verfolgt, so wird jetzt auch das „Schielauge" mit bewegt. Dr. Reichelt war von diesem Fortschritt ganz begeistert. Er wiederholte seine intensive Diagnose und stellte fest, dass nun ein sehr viel geringerer Eingriff nötig sei als es im vorigen Jahr diagnostiziert worden war.

Er erhofft sich nun schon allein vom dem etwas anderen „Stehen des Augapfels in der Augenhöhle", dass sich das „Hänge-Lid" besser heben wird und hat angeregt, erst noch einige Zeit die weitere Entwicklung abzuwarten, ehe die Lid-Operation erfolgen soll, wenn es denn nötig erscheint.

Schritt 3: Als Folge der Tumor-OP sind Gesichtsnerven betroffen, sodass Diana unwillkürlich grimassiert. Dies lässt sich operativ noch nicht korrigieren. Die gesichts-chirurgische OP ist erst für den Zeitpunkt geplant, wenn ihr Gesicht und ihr Körper ausgewachsen sind, weil sonst zu diesem Zeitpunkt eine erneute OP erforderlich werden könnte. Diana lebt zusammen mit Mutter und kleinem Geschwisterchen bei ihrer Großmutter – dort ist sie aufgewachsen. Ihre Mutter war selbst noch Jugendliche, als sie Mutter wurde. So wuchsen beide bei Mutter/Großmutter auf Wie gut, dass es Großmütter gibt.

Spenden aus NMS ermöglichten Diana im Januar 2011 die Kiefer + Zahn-OP in Kiew. Im November 2011 gelang Dr. Reichelt  die Schielaugen-OP in der Augenklinik Rendsburg erfreulich gut. Er verzichtete auf die Bezahlung und will auch weiter helfen!

Wenn Anna ausgewachsen ist, ist eine gesichts-chirurgische Behandlung geplant. Wir werden berichten.




Aleksandr Luzenko geb. 28.06.1994,

erhält seit 2009 Hilfe - zuerst als medizinische Einzelfall-Hilfe - dann als Dauerhilfe durch Patenschaft

In dem Gebäude wohnt Aleksandr Luzenko, der vor seiner Krebskrankheit im selben Boxverein boxen lernte wie die Klischko Brüder.

Er brauchte zur Behandlung Medizin, die es nicht in der Ukraine gab und ich konnte diese über meine „Luftbrücke" schnell in die Ukraine bringen lassen. Wenn möglich, besuche ich die unterstützen Kinder und sehe, wie sie leben.

Die Familie ist sehr arm. Aus der Kommunalwohnung mitten im Zentrum Kiew's musste die Familie vor Jahren ausziehen, weil diese große Wohnung renoviert und zur Luxuswohnung umgebaut wurde.

„Kommunalwohnungen" gibt es in der Ukraine noch: dort wohnen 3 – 5 Familien, jeder in 1-1 ½ Zimmern, mit gemeinsamer Bad- und Küchenbenutzung.

Die Familie wurde vorübergehend in diesen Häuserblock einquartiert, der aber seit Jahren renoviert oder abgerissen werden soll. Außer Familie Luzenko wohnt in dem ganzen Block noch eine Familie in einem Haus mit defekten Fenstern und Türen und Schimmel Pilz in allen Räumen.

Als Boxer war Aleksandr vor seiner Krankheit gut trainiert und ging fast immer – trotz Chemo-Therapie – zu Schule.

Dort lernte er auch Deutsch –aber Mathematik liegt ihm mehr.

Nach Ende seiner Krebsbehandlung begann Aleksandr Luzenko sein Studium zum Steuerberater. Eine Patenschaft von monatlich 50,00 € hilft ihm bei den finanziellen Anforderungen einer solchen Ausbildung – in der Ukraine sind viele Bildungsgänge mit Kosten verbunden. Von Zeit zu Zeit kommt ein Gruß per E-Mail von ihm mit einigen deutschen Worten – das erfreut.

© antares GmbH & Co. KG 2012-2015