Oksana Wlasenko hat Iwan besucht (November 2012)

Sie schreibt: Ihr Lieben, ich möchte Ihnen und Euch über die Reise zu Iwan berichten.

Es war schön, Iwan wieder zu sehen!

Das Dorf Shukin, wo Iwan mit seiner Familie lebt, liegt nördlich etwa 65 km von Kiew entfernt – Luftlinie nur 40 km von Tschernobyl. Mutter Olga wartete auf uns als wir ins Dorf gekommen sind. Dann sind wir zusammen zu Iwans Haus gefahren. Olga meinte, dass wir die Strasse nicht alleine finden könnten, was sicher so gewesen wäre. Das Haus liegt am Rand des Dorfes.

Die Familie plante, sich mit eigener Kraft ein Haus zu bauen,  aber Iwans Krankheit hat alles verändert.

Alle Ersparnisse und alle Kraft wurden für Iwan’s Behandlung verwendet - selbst einige Kühe und Schweine mußten verkauft werden. Aber Olga, ihr Man Grigorij und die drei Kinder: Lubov, Iwan und der kleine Georgij träumen weiter davon, dass sie irgendwann in einem eigenen Haus leben werden. Und bis dahin leben sie in einem alten Haus, das der Mutter von Grigorij gehört. Das Haus hat zwei Zimmer und eine kleine Küche. Für sechs Person mit Sicherheit zu klein. Und es gibt kein Wasser im Haus.

Aber Familie Gryzenko meint, dass Komfort doch nicht das Wichtigste ist. Sie beten nur für die Gesundheit - für ihre Kinder und für sich selbst.

Bis jetzt ist in ihrem Lebensbereich nicht alles glatt gelaufen und es ist noch alles unklar, wie es ausgehen wird.

Iwan (das mittlere Kind) soll nach seiner Krebsbehandlung jeden Monat nach Kiew zum Kontrolle fahren, was regelmäßig Geld kostet. Der kleine Georgij hat von Geburt an eine spastischer Lähmung seiner Füße und braucht Massage und medizinische Versorgung/spezielle Schuhe.

Vater hat Diabetes 2 und auch nach seinem Arbeitsunfall  große Problem mit seinen Augen , er braucht eine Augen-Operation. Mit der Operation soll er aus medizinischen Gründen bis zum Frühling warten.
Anmerkung: Dem Vater habe ich schon ein Messgerät für Blutzucker geschickt. Für seine Operation braucht er 10 000 Griwna (ca. 1.000,00 €) und der Vater ist sicher (er hofft es sehr), dass er diese Geldsumme bis zum Frühling sammelt.

Die Familie bedankt sich sehr bei Eberhardine, Peter, Elisabeth, Werner und allen, die sie unterstützt haben.

Und auch ich bin Euch sehr dankbar. Ich habe mit meinen Augen die Not dieser Familie gesehen und ich freue mich sehr, dass sie das Geld für die Schweine und das monatliche Patenschaftsgeld von 50,00 € seit August 2012 bekommen haben.

Übrigens: den Schweinen geht es gut. (Leider, das zweite Schwein wollte sich gar nicht fotografieren lassen und ist in der Ecke des Stalls versteckt=))

Alle in der ganzen Familie und besonders Iwan mögen Haustiere. Damit erwirtschaften sie ihr Geld.

Mein persönlicher Eindruck von dieser Familie ist sehr gut. Sie sind einfach, aber lieb und fleißig.

Und wenn sie trotz all dieser Probleme im Leben fröhlich weiter gehen, dann sind sie auch stark.

Ich war sehr froh, Iwans Familie kennen gelernt zu haben und dass ich wieder mit Iwan sprechen konnte.

Iwan freute sich auch, er erinnert sich bis jetzt an Neumünster und lässt Euch alle herzlich grüßen.

P.S: Auf dem Foto sind zwei Kühe, aber sie haben drei. Und sie sagen, zurzeit können sie eine vierte Kuh nicht gebrauchen. Die Arbeit ist für die Mutter zu schwer, sie schafft das nicht allein – solange der Vater wegen seines Unfalls nicht schwer arbeiten darf und er sie nicht unterstützen kann.

Auf dem Rückweg habe ich Gennadij (Freund von Peter und Eberhardine in Kiew) das restliche Geld und das Patenschaftsgeld für die nächsten Monate übergeben,  auch das Formular mit Unterschrift von Mutter für das bisher erhaltene Geld bis einschließlich Dezember.

Ab Januar kann die Mutter bei den Kontrollbesuchen in der Kiewer Klinik in jedem Monat die 50,00 € Patengeld bei Gennadi erhalten.

Die restliche Summe für weitere Kühe gibt es, sobald die Familie die Arbeit bewältigen kann.

Zur Not, falls es dem Vater nicht gelingt, bis zum Frühjahr und seiner Operation genug Geld zu sammeln, könnte  mit  dem für Iwan gesammelten Geld – bzw. was davon noch übrig ist – auch die Operation ermöglicht werden, damit der Vater bald wieder für seine Familie sorgen kann.

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